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Darf man einen Elektro-Rollstuhl im Flugzeug mitnehmen?

26. August 2026
Geschrieben von:
Team MovingStar
Lächelnde Frau im faltbaren Elektrorollstuhl am Flughafen-Gate mit Panoramafenster und Flugzeug auf dem Vorfeld.

Ja, einen Elektro-Rollstuhl darf man grundsätzlich im Flugzeug mitnehmen. Entscheidend ist dabei vor allem der verbaute Akkutyp sowie die Wattstunden-Angabe des Akkus, da Fluggesellschaften und die Internationale Luftfahrtbehörde IATA klare Grenzwerte festgelegt haben. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um das Fliegen mit einem Elektro-Rollstuhl.

Welche Vorschriften gelten für Elektro-Rollstühle im Flugzeug?

Elektro-Rollstühle dürfen als Hilfsmittel für Menschen mit Behinderung oder Mobilitätseinschränkung grundsätzlich kostenlos im Flugzeug befördert werden. Die geltenden Vorschriften basieren auf den IATA-Dangerous-Goods-Regulations sowie den internen Richtlinien der jeweiligen Fluggesellschaft. Ausschlaggebend ist in erster Linie, welcher Akkutyp verbaut ist und wie hoch dessen Kapazität in Wattstunden ist.

Grundsätzlich unterscheiden Fluggesellschaften zwischen zwei Szenarien: Rollstühle mit versiegelten Bleiakkus werden in der Regel im Frachtraum transportiert, während Lithium-Ionen-Akkus strengeren Kapazitätsgrenzen unterliegen. Passagiere sollten sich immer direkt bei der Fluggesellschaft informieren, da die Regelungen von Airline zu Airline leicht variieren können. Eine frühzeitige Anmeldung, idealerweise bereits bei der Buchung, ist in jedem Fall Pflicht.

Welche Akkutypen sind an Bord erlaubt?

An Bord eines Flugzeugs sind grundsätzlich Lithium-Ionen-Akkus und versiegelte Bleiakkus erlaubt, sofern sie bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten. Lithium-Ionen-Akkus bis 300 Wattstunden (Wh) sind in der Regel zulässig, wenn die Fluggesellschaft zustimmt. Akkus mit mehr als 300 Wh sind generell verboten. Nicht versiegelte Nassakkus sind an Bord grundsätzlich nicht erlaubt.

Lithium-Ionen-Akkus

Lithium-Ionen-Akkus sind heute in den meisten modernen Elektro-Rollstühlen verbaut. Die IATA erlaubt Akkus bis 160 Wh ohne besondere Genehmigung. Akkus zwischen 160 Wh und 300 Wh bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung der Fluggesellschaft. Wichtig: Der Akku muss aus dem Rollstuhl entnommen werden können und separat im Handgepäck transportiert werden, sofern er die 160-Wh-Grenze überschreitet. Ein IATA-geprüfter Akku erleichtert die Abwicklung am Flughafen erheblich.

Versiegelte Bleiakkus

Versiegelte Bleiakkus, wie sie in älteren Rollstuhlmodellen häufig vorkommen, dürfen in der Regel im Frachtraum transportiert werden. Der Rollstuhl muss dabei aufrecht gestellt werden, und die Batterie muss gegen Kurzschlüsse gesichert sein. Manche Fluggesellschaften verlangen, dass der Akku ausgebaut und separat verpackt wird. Hier empfiehlt sich eine genaue Rücksprache mit der Airline vor dem Flug.

Wie meldet man einen Elektro-Rollstuhl beim Check-in an?

Einen Elektro-Rollstuhl meldet man am besten bereits bei der Buchung an, spätestens jedoch 48 Stunden vor dem Abflug direkt bei der Fluggesellschaft. Die meisten Airlines haben dafür spezielle Formulare oder Telefon-Hotlines für Passagiere mit besonderen Bedürfnissen. Am Check-in-Schalter muss der Rollstuhl dann nochmals deklariert werden.

Folgende Informationen sollten bei der Anmeldung bereitgehalten werden:

  • Modellbezeichnung und Hersteller des Elektro-Rollstuhls
  • Akkutyp (Lithium-Ionen oder Blei) und Kapazität in Wattstunden
  • Gewicht und Abmessungen des Rollstuhls
  • IATA-Prüfzertifikat des Akkus, sofern vorhanden

Wer alle Unterlagen vollständig mitbringt, vermeidet Verzögerungen und Diskussionen am Flughafen. Es empfiehlt sich, Kopien der technischen Datenblätter und des Akkuzertifikats sowohl in Papierform als auch digital auf dem Smartphone griffbereit zu haben.

Darf ein faltbarer Elektro-Rollstuhl als Handgepäck mitgenommen werden?

Ein faltbarer Elektro-Rollstuhl darf in der Regel nicht als Handgepäck in die Kabine mitgenommen werden, da er die zulässigen Abmessungen und Gewichtsgrenzen für Kabinengepäck überschreitet. Er wird stattdessen am Gate aufgegeben und im Frachtraum transportiert. Ausnahmen gelten nur für sehr kompakte, leichte manuelle Rollstühle ohne Motor und Akku.

Der Lithium-Ionen-Akku eines faltbaren Elektro-Rollstuhls hingegen muss, sofern er über 160 Wh liegt, im Handgepäck mitgeführt werden. Akkus dürfen aus Sicherheitsgründen generell nicht im aufgegebenen Gepäck transportiert werden. Das bedeutet: Rollstuhl und Akku reisen oft getrennt. Wer einen Rollstuhl mit einem IATA-geprüften Akku unter 160 Wh besitzt, hat hier einen klaren Vorteil, da die Abläufe unkomplizierter sind.

Was passiert mit dem Elektro-Rollstuhl während des Fluges?

Während des Fluges wird der Elektro-Rollstuhl im Frachtraum des Flugzeugs transportiert. Das Bodenpersonal übernimmt den Rollstuhl in der Regel am Gate kurz vor dem Einsteigen, sodass der Passagier ihn bis zum letzten Moment nutzen kann. Nach der Landung wird er bevorzugt behandelt und am Gate oder am Gepäckband bereitgestellt.

Um Beschädigungen zu vermeiden, sollten Rollstuhlfahrer folgende Vorkehrungen treffen:

  • Den Rollstuhl, wenn möglich, zusammenfalten und in einer Schutztasche transportieren
  • Alle abnehmbaren Teile wie Fußstützen oder Armlehnen separat verpacken
  • Den Joystick oder andere empfindliche Steuerungselemente schützen
  • Den Rollstuhl vor dem Abflug fotografieren, um eventuelle Transportschäden dokumentieren zu können

Sollte der Rollstuhl trotz aller Vorsichtsmaßnahmen beschädigt ankommen, muss der Schaden noch am Flughafen beim Serviceschalter der Fluggesellschaft gemeldet werden. Fluggesellschaften sind nach internationalem Luftrecht verpflichtet, Schäden an Mobilitätshilfen zu ersetzen.

Welche Elektro-Rollstühle eignen sich am besten für Flugreisen?

Für Flugreisen eignen sich besonders faltbare Elektro-Rollstühle mit einem IATA-geprüften Lithium-Ionen-Akku unter 160 Wh, einem geringen Gesamtgewicht und kompakten Abmessungen im gefalteten Zustand. Diese Modelle lassen sich am Gate problemlos übergeben, verursachen weniger Aufwand bei der Anmeldung und sind im Frachtraum einfacher zu verstauen.

Konkret sollte man beim Kauf eines Elektro-Rollstuhls für Reisezwecke auf folgende Merkmale achten:

  • Akkukapazität: Unter 160 Wh für unkomplizierten Transport, mit IATA-Zertifizierung
  • Gewicht: Unter 25 kg für einfaches Handling am Flughafen
  • Faltbarkeit: Schnelles, werkzeugfreies Zusammenfalten ohne Hilfsperson
  • Robustheit: Stabile Bauweise, die den Belastungen des Frachttransports standhält
  • Reichweite: Ausreichende Akku-Reichweite für den Zielort, da das Aufladen unterwegs nicht immer möglich ist

Wer häufig reist, sollte außerdem darauf achten, dass der Rollstuhl auch im Zielland gewartet oder repariert werden kann, und im Zweifel die technischen Datenblätter in der Landessprache des Reiseziels mitführen.

So unterstützt MovingStar beim Reisen mit dem Elektro-Rollstuhl

Wir bei MovingStar haben das Thema Flugreisen von Anfang an mitgedacht. Unser MovingStar AllinOne verbindet Elektro-Rollstuhl, Rollator und Schiebehilfe in einem einzigen, kompakten Gerät und ist damit eine der vielseitigsten Mobilitätslösungen für Reisende mit Einschränkungen. Was ihn besonders reisefreundlich macht:

  • IATA-geprüfter Akku: Der Akku des MovingStar AllinOne hat die IATA-Prüfung bestanden und darf damit offiziell im Flugzeug mitgenommen werden
  • Geringes Gewicht: Mit nur 19,6 kg inklusive Akku ist er leicht genug für unkompliziertes Handling am Flughafen
  • Kompaktes Faltmaß: Schnell und einfach zusammengefaltet, ohne Werkzeug
  • Reichweite bis zu 20 km: Genug für ausgedehnte Ausflüge am Urlaubsort
  • Zwei leise Elektromotoren mit je 250 W: Für sichere Mobilität auf verschiedenen Untergründen

Moving Star liefert ausschließlich über eine auf Gefahrgut spezialisierte Spedition an autorisierte Sanitätshäuser — eine Abgabe direkt an Endkunden oder ein Versand per Paketdienstleister findet nicht statt. Interessenten werden an das nächstgelegene autorisierte Sanitätshaus vermittelt, wo Fachpersonal das Gerät persönlich vorführt, individuell anpasst und in die Bedienung einweist. Die Lieferung an das Sanitätshaus erfolgt ausschließlich werktags innerhalb von 1–5 Werktagen. Wir unterstützen unsere Kunden außerdem bei der Beantragung von Krankenkassenzuschüssen und bieten kostenlose Probefahrten an, damit man sich vor dem Kauf vergewissern kann, dass der Rollstuhl wirklich zu den eigenen Bedürfnissen passt. Wer einen Elektro-Rollstuhl kostenlos testen möchte, kann sich jederzeit bei uns melden und einen unverbindlichen Termin vereinbaren.

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Wir sind für Sie von Mo-Fr von 8 Uhr bis 17:30 Uhr erreichbar.
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