Ja, viele Elektro-Rollstühle lassen sich auch als Schiebehilfe nutzen – entweder, weil sie über einen speziellen Schiebehilfemodus verfügen, oder weil sie als Kombilösung konzipiert sind, die Elektro-Rollstuhl und Schiebehilfe in einem Gerät vereint. Diese Funktion ist besonders wertvoll, wenn Begleitpersonen zeitweise die Steuerung übernehmen möchten oder müssen. Im Folgenden beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um dieses Thema.
Wie funktioniert die Schiebehilfe-Funktion bei einem Elektro-Rollstuhl?
Bei einem Elektro-Rollstuhl mit Schiebehilfefunktion unterstützt der eingebaute Motor die Begleitperson beim Schieben des Rollstuhls. Anstatt den Rollstuhl selbst zu steuern, gibt die Begleitperson über einen Handgriff oder einen separaten Steuerknopf am Griff die Richtung vor, während die Elektromotoren die Kraft aufbringen. Das reduziert den körperlichen Aufwand erheblich.
In der Praxis funktioniert das so: Der Rollstuhl erkennt über Sensoren oder einen Steuerimpuls am Schiebehandgriff, in welche Richtung und mit welcher Kraft geschoben wird, und verstärkt diese Bewegung motorisch. Steigungen, unebenes Gelände oder längere Strecken werden dadurch für die Begleitperson deutlich weniger anstrengend. Manche Modelle erlauben es, nahtlos zwischen der Eigensteuerung durch den Nutzer und dem Schiebebetrieb durch eine Begleitperson zu wechseln.
Wichtig zu wissen: Nicht jeder Elektro-Rollstuhl verfügt automatisch über diese Funktion. Es gibt Modelle, die ausschließlich vom Nutzer per Joystick gesteuert werden, und solche, die explizit als Kombilösung entwickelt wurden. Wer auf die Schiebehilfefunktion angewiesen ist, sollte beim Rollstuhl testen gezielt darauf achten, ob der Begleitbetrieb reibungslos funktioniert.
Welche Elektro-Rollstühle sind auch als Schiebehilfe geeignet?
Elektro-Rollstühle, die als Schiebehilfe geeignet sind, zeichnen sich durch einen aktiv unterstützten Begleitbetrieb aus. Besonders geeignet sind sogenannte Mehrzweck- oder Kombimobilitätshilfen, die von Grund auf für beide Nutzungsszenarien entwickelt wurden. Reine Elektro-Rollstühle ohne Begleitsteuerung eignen sich in der Regel nicht als Schiebehilfe.
Bei der Auswahl sollten folgende Merkmale vorhanden sein:
- Begleitsteuerung am Handgriff: Ein Steuerknopf oder Sensor am hinteren Griff ermöglicht es der Begleitperson, den Rollstuhl aktiv zu steuern.
- Umschaltfunktion: Der Rollstuhl lässt sich zwischen Eigensteuerung und Schiebebetrieb wechseln, ohne Werkzeug oder aufwändige Umbauten.
- Kompaktes Gewicht: Leichtere Modelle sind auch im manuellen Schiebebetrieb handlicher und einfacher zu manövrieren.
- Wendigkeit: Ein kleiner Wendekreis ist sowohl für den Innenbereich als auch für enge Außenbereiche entscheidend.
Ein Beispiel für eine solche Kombilösung ist der MovingStar AllinOne, der Elektro-Rollstuhl, Rollator und Schiebehilfe in einem Gerät vereint und dabei nur 19,6 kg wiegt.
Was sind die Vorteile einer kombinierten Elektro-Rollstuhl- und Schiebehilfe-Lösung?
Eine kombinierte Lösung aus Elektro-Rollstuhl und Schiebehilfe bietet mehr Flexibilität als zwei separate Geräte. Nutzer können je nach Situation selbst fahren oder die Steuerung an eine Begleitperson abgeben, ohne das Gerät wechseln zu müssen. Das spart Kosten, Platz und Aufwand.
Die wichtigsten Vorteile im Überblick:
- Flexibilität im Alltag: Je nach Energielevel oder Situation kann der Nutzer selbst steuern oder Unterstützung annehmen.
- Entlastung für Begleitpersonen: Die motorische Unterstützung beim Schieben schont Gelenke und Rücken der Begleitperson, besonders auf langen Strecken oder bei Steigungen.
- Nur ein Gerät nötig: Statt Rollstuhl und separater Schiebehilfe reicht ein kompaktes Gerät, das beide Funktionen abdeckt.
- Reisefreundlichkeit: Faltbare Kombilösungen lassen sich leicht transportieren und sind oft flugtauglich, wenn der Akku IATA-geprüft ist.
- Soziale Teilhabe: Wer gemeinsam mit anderen unterwegs ist, kann situationsgerecht entscheiden, wer die Steuerung übernimmt.
Wann ist die Schiebehilfe-Funktion besonders sinnvoll?
Die Schiebehilfefunktion ist besonders sinnvoll, wenn Nutzer in bestimmten Situationen nicht selbst steuern können oder möchten oder wenn Begleitpersonen regelmäßig Unterstützung leisten. Sie eignet sich auch gut für Menschen, deren Selbstständigkeit situationsabhängig variiert.
Typische Situationen, in denen die Schiebehilfefunktion einen echten Mehrwert bietet:
- Auf Reisen: An Flughäfen, in Bahnhöfen oder auf unebenem Untergrund ist es praktisch, wenn eine Begleitperson übernehmen kann.
- Bei Erschöpfung oder Schmerzen: Wenn die Eigensteuerung vorübergehend nicht möglich ist, bleibt die Mobilität erhalten.
- In engen Räumen: Eine Begleitperson kann in engen Gängen oder Aufzügen präziser rangieren.
- Bei Steigungen und unebenem Gelände: Die motorische Unterstützung schützt die Begleitperson vor Überlastung.
- Im familiären Alltag: Gemeinsame Spaziergänge oder Ausflüge werden einfacher, wenn die Begleitperson nicht stark körperlich beansprucht wird.
Grundsätzlich gilt: Je variabler die Alltagssituation eines Nutzers ist, desto mehr lohnt sich ein Gerät, das beide Modi flexibel unterstützt.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für einen Elektro-Rollstuhl mit Schiebehilfe?
Ja, die Krankenkasse kann die Kosten für einen Elektro-Rollstuhl mit Schiebehilfefunktion ganz oder teilweise übernehmen, wenn eine medizinische Notwendigkeit nachgewiesen wird. Voraussetzung ist in der Regel ein ärztliches Rezept sowie ein Nachweis, dass das Hilfsmittel für die Versorgung des Nutzers erforderlich ist.
Der Ablauf einer Kostenübernahme sieht typischerweise so aus:
- Ärztliches Rezept einholen: Der behandelnde Arzt stellt ein Rezept für das Hilfsmittel aus und begründet die medizinische Notwendigkeit.
- Antrag bei der Krankenkasse stellen: Das Rezept wird zusammen mit einem Kostenvoranschlag bei der Krankenkasse eingereicht.
- Genehmigung abwarten: Die Krankenkasse prüft den Antrag und erteilt eine Genehmigung oder lehnt ab.
- Zuzahlung klären: Gesetzlich Versicherte leisten in der Regel eine Zuzahlung; die genaue Höhe hängt vom Einzelfall ab.
Ob ein konkretes Modell im Hilfsmittelverzeichnis gelistet ist und welche Zuschüsse möglich sind, variiert je nach Krankenkasse und Einzelfall. Es lohnt sich, frühzeitig das Gespräch mit der Krankenkasse zu suchen und alle Unterlagen sorgfältig vorzubereiten.
Wie wir bei MovingStar helfen
Wir bei MovingStar haben genau diese Alltagssituationen im Blick. Unser AllinOne vereint Elektro-Rollstuhl, Rollator und Schiebehilfe in einem leichten, faltbaren Gerät mit nur 19,6 kg. Zwei leise 250-W-Motoren ermöglichen eine Reichweite von bis zu 20 km, und der IATA-geprüfte Akku macht das Gerät flugtauglich. Moving Star liefert ausschließlich über eine auf Gefahrgut spezialisierte Spedition an autorisierte Sanitätshäuser – eine Abgabe direkt an Endkunden oder ein Versand über Paketdienstleister findet nicht statt. Die Lieferung erfolgt innerhalb von 1–5 Werktagen, ausschließlich werktags. Im Sanitätshaus wird jedes Gerät durch Fachpersonal individuell eingewiesen und auf den Nutzer abgestimmt. Folgendes bieten wir konkret:
- Persönliche Vorführung im Sanitätshaus: Wir vermitteln Sie an das nächstgelegene autorisierte Sanitätshaus, wo Fachpersonal das Gerät individuell für Sie einrichtet und Ihnen alle Funktionen in einer persönlichen Vorführung zeigt.
- Unterstützung bei der Krankenkasse: Wir begleiten Sie durch den gesamten Antragsprozess für einen Krankenkassenzuschuss und helfen bei der Zusammenstellung der notwendigen Unterlagen.
- Persönliche Beratung: Unser Team erklärt Ihnen alle Funktionen, einschließlich des Schiebehilfemodus, und findet gemeinsam mit Ihnen die passende Lösung.
- Zertifizierte Qualität: Unsere Produkte entsprechen den Anforderungen nach DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 13485:2016.
Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf und lassen Sie sich an Ihr nächstgelegenes Sanitätshaus vermitteln. Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen.



