

Ein Elektromobil hilft Ihnen dabei, längere Strecken im Außenbereich zu überbrücken. Damit ist es eine sinnvolle Wahl, wenn Sie schnell ermüden oder eine Geheinschränkung weite Wege für Sie erschwert. Da die Steuerung über einen Lenker erfolgt und Sie recht frei sitzen, sollten Sie allerdings über eine gewisse Armkraft und Rumpfstabilität verfügen.
Obwohl der Begriff Seniorenmobil synonym verwendet wird, ist ein solches Gefährt eine wunderbare Alltagsunterstützung für jede Person ab 15 Jahren, die körperlich und geistig in der Lage ist, es zu steuern.
Dank stabilem Rahmen und vier Rädern ist ein Elektromobil kippstabil und hat ausreichend Platz für einen großen Komfort-Sitz. Dadurch ist das Gefährt allerdings auch recht voluminös und zu sperrig für enge Innenräume.
Es wird daher vor allem in Außenbereichen genutzt oder für schnelle Erledigungen in weitlaufenden Geschäften, wo ausreichend Platz für ein Wendemanöver vorhanden ist. Hierbei ist zu beachten, dass immer das Hausrecht gilt – üblicherweise ist das Fahren in Geschäften aber gestattet.
Ein Elektromobil ist oft die bevorzugte Wahl in diesen Situationen:
Beachten Sie, dass ein Elektromobil nicht für den dauerhaften Gebrauch geeignet ist. Wenn Sie aufgrund Ihrer Geheinschränkung permanent ein Hilfsmittel benötigen, sollten Sie einen Elektro-Rollstuhl wählen. Dieser eignet sich für die Nutzung im Innen- und Außenbereich – auch bei wenig Platz – und bietet Ihnen dadurch höhere Flexibilität und Selbstständigkeit im Alltag.
Lesen Sie gern mehr dazu in unserem Beitrag:
Elektro-Rollstuhl oder Elektromobil: Welches Hilfsmittel ist das richtige für Sie?
Ein Elektromobil gilt als Krankenfahrstuhl (vgl. Fahrerlaubnis-Verordnung § 2 FZV) und darf daher überall genutzt werden, wo Fußgängerverkehr zugelassen ist. Das umfasst Gehwege, Fußgängerzonen sowie kombinierte Geh- und Radwege. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie die Schrittgeschwindigkeit von 6 km/h nicht überschreiten (vgl. Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) § 24 Besondere Fortbewegungsmittel).
Ist innerhalb geschlossener Ortschaften kein Bordstein vorhanden, dürfen Sie auf die Straße ausweichen.
Fährt Ihr Modell schneller als 6 km/h, benötigt es ein Versicherungskennzeichen. In diesem Fall müssen Sie auf die Fahrbahn ausweichen, sobald Sie die Schrittgeschwindigkeit überschreiten.
Mehr dazu können Sie auch in der offiziellen Informationsbroschüre
Sicher mobil mit Rollstuhl und motorisiertem Krankenfahrstuhl des Bundesministeriums für Verkehr nachlesen.
Vor dem Kauf sollten Sie das ausgewählte Elektromobil Probe fahren. Nur so finden Sie sicher heraus, ob es Ihnen und Ihren Bedürfnissen entspricht. Im Sanitätshaus können Sie zudem Beratung von geschultem Fachpersonal in Anspruch nehmen.
Im besten Fall denken Sie vorab über die folgenden Eigenschaften und ihre Bedeutung für Ihren Alltag nach:
Die Maximalgeschwindigkeit der meisten Elektromobile variiert zwischen 6 km/h und 15 km/h. Für Modelle, die schneller als 6 km/h fahren, ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung notwendig. Dennoch gelten sie als Krankenfahrstühle und können daher ohne Führerschein gefahren werden.
Es gibt auch Modelle, die 20-25 km/h fahren und Elektromobil genannt werden. Genau genommen gehören diese aber nicht mehr zu den Krankenfahrstühlen und dürfen nur mit Fahrerlaubnis genutzt werden.
Was Elektromobile besonders auszeichnet, sind die weiten Strecken, die Sie mit Ihnen zurücklegen können. Unsere Modelle tragen Sie mit einer Akkuladung modellabhängig beispielsweise zwischen 17 km und 42,5 km. Welche Reichweite für Sie die richtige ist, hängt mit Ihrem Nutzungsverhalten ab: Für kurze Wege und regelmäßige Erledigungen reichen oft wenige Kilometer, ausufernde Spazierfahrten erfordern weitere Strecken.
Vor allem während langer Strecken sollten Sie möglichst bequem sitzen. Maße wie Sitzhöhe, Abstand zum Lenker und Stellung der Lehnen sollten daher Ihrer Statur entsprechen. Ihre Haltung sollte natürlich sein, ohne dass Sie schief sitzen, mit den Füßen nicht den Boden berühren oder sogar den Lenker nicht sicher bedienen können. Hier lohnt sich in jedem Falle eine Probefahrt, um all das zu gewährleisten.
Einige Modelle (bei uns u. a. MovingStar SC 150 und MovingStar SC 100) bieten Ihnen sogar die Möglichkeit, Sitz, Lehnen und Lenker individuell einzustellen.
Bedenken Sie, dass die Angabe zur Belastbarkeit nicht nur Ihr Körpergewicht meint, sondern auch zusätzliche Faktoren. Wenn Sie häufig größere Einkäufe mit Ihrem Elektromobil machen, sollten Sie das beim Kauf beachten. Üblicherweise trägt ein Scooter mindestens Gewichte über 100 kg – der MovingStar SC 300 sogar bis zu 160 kg.
Weil Elektromobile etwas sperrig sind, sollten Sie sich vor dem Kauf Gedanken darüber machen, wo Sie Ihr Modell unterbringen. Wenn Sie wenig Platz haben, ist vielleicht ein faltbarer oder zerlegbarer Scooter eine gute Wahl – ein solcher lässt sich auch wunderbar im Kofferraum verstauen.
Für maximale Sicherheit sollte Ihr Elektromobil über eine gute Beleuchtung verfügen, damit Sie auch in dunklen Passagen sichtbar sind. Sehr praktisch sind auch Seitenspiegel, mit denen Sie Ihre Umgebung noch besser im Blick haben.
Darüber hinaus gibt es Eigenschaften, die den Krankenfahrstuhl bestmöglich an Ihren Alltag anpassen. Ein Korb ist beispielsweise eine riesige Erleichterung, wenn Sie häufig zum Einkaufen fahren.
Da es sich hierbei um einen Krankenfahrstuhl handelt, können die Kosten von der Krankenkasse ganz oder teilweise übernommen werden. Voraussetzung dafür ist, dass das Elektromobil aus medizinischer Sicht notwendig ist, um …
Außerdem muss gegeben sein, dass andere Hilfsmittel (z. B. ein Rollator) nicht ausreichend sind, eine Restgehfähigkeit vorhanden ist und Sie körperlich du geistig in der Lage sind, das Hilfsmittel zu bedienen.
Dass das der Fall ist, muss durch Ihren behandelnden Arzt attestiert werden – die ärztliche Verordnung ist Ihre argumentative Grundlage für eine Einreichung bei der Krankenkasse.
Wichtig: Jeder Antrag ist eine Einzelfallentscheidung. Ob und wie hoch Ihre Krankenkasse Ihnen einen Zuschuss zur Anschaffung eines Elektrorollstuhls gewährt, kann daher nicht garantiert werden. Sprechen Sie am besten mit Ihrem behandelnden Arzt über Ihre Chancen.
Im besten Fall reichen Sie mit der ärztlichen Verordnung gleich einen Kostenvoranschlag bei Ihrer Krankenkasse ein. Achten Sie hierbei darauf, dass das von Ihnen gewählte Modell über eine Hilfsmittelnummer verfügt (wie z. B. der MovingStar SC 150).
Diese Nummer wird vom Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) vergeben. Dafür werden Hilfsmittel auf ihren medizinischen Nutzen, ihre Sicherheit und Funktionstauglichkeit geprüft. Nur wenn diese Faktoren erfüllt sind, erhalten sie eine Hilfsmittelnummer – ein Garant für die Krankenkasse, dass das Elektromobil den medizinischen Anforderungen entspricht.
Mehr zum Thema können Sie gern in unserem informativen Beitrag
Hilfsmittelnummer herausfinden – so funktioniert es nachlesen.
Stellen Sie sich (oder noch besser dem Fachpersonal im Sanitätshaus Ihrer Wahl) vor der finalen Auswahl Ihres neuen Begleiters am besten diese Fragen:
Ob für kurze Wege im Alltag, komfortable Ausflüge oder mehr Mobilität im Urlaub – wir bieten Ihnen für jeden Anspruch das passende Modell. Dank der durchdachten Ausstattung, der leichten Bedienung und der kompakten Bauweise sind sie zuverlässige Begleiter.
Sicherlich passt auch eins unserer Elektromobile zu Ihrem Leben:


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