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Was ist der Unterschied zwischen einem Elektro-Rollstuhl und einem Aktivrollstuhl?

28. Juli 2026
Geschrieben von:
Team MovingStar
Älterer Mann sitzt lächelnd zwischen einem elektrischen Rollstuhl mit Joystick und einem manuellen Aktivrollstuhl in hellem Raum.

Ein Elektro-Rollstuhl wird elektrisch angetrieben und per Joystick oder Steuerung bedient, während ein Aktivrollstuhl ein manueller Rollstuhl ist, den der Nutzer selbst durch Armkraft antreibt. Der entscheidende Unterschied liegt also im Antrieb: motorisiert versus muskelbetrieben. Welcher Typ besser passt, hängt von der körperlichen Verfassung, dem Alltagsbedarf und der Lebensweise ab. Die folgenden Fragen helfen dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

Welcher Rollstuhltyp ist für wen geeignet?

Ein Elektro-Rollstuhl eignet sich für Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt in der Lage sind, sich mit eigener Armkraft fortzubewegen. Ein Aktivrollstuhl ist die richtige Wahl für Personen mit ausreichender Oberkörperkraft, die aktiv und selbstbestimmt unterwegs sein möchten und von körperlicher Bewegung profitieren.

Konkret lassen sich die Zielgruppen so beschreiben:

  • Elektro-Rollstuhl: Geeignet für ältere Menschen, Personen mit fortgeschrittener Muskelschwäche, neurologischen Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose, ALS) oder starker Erschöpfung. Auch bei langen Strecken im Alltag oder in Situationen, in denen keine Begleitperson zur Verfügung steht, bietet der elektrische Rollstuhl mehr Unabhängigkeit.
  • Aktivrollstuhl: Geeignet für jüngere oder körperlich aktive Rollstuhlnutzer, beispielsweise nach einem Unfall oder bei stabilen Lähmungen der unteren Extremitäten, mit gut erhaltener Schulterkraft und dem Wunsch nach einem leichten, wendigen Rollstuhl.

Wichtig ist, dass die Entscheidung immer gemeinsam mit einem Arzt oder Therapeuten getroffen wird, da individuelle gesundheitliche Faktoren eine große Rolle spielen.

Wie funktioniert ein Elektro-Rollstuhl im Vergleich zu einem Aktivrollstuhl?

Ein elektrischer Rollstuhl verfügt über einen oder mehrere Elektromotoren, einen Akku und eine Steuereinheit, die meist per Joystick bedient wird. Der Nutzer gibt die Fahrtrichtung vor, den Rest übernimmt der Motor. Ein manueller Rollstuhl hingegen wird durch die Kraft der Hände und Arme angetrieben, indem der Nutzer die Greifreifen an den Rädern dreht.

Beim elektrischen Rollstuhl bestimmt die Akkukapazität die Reichweite. Moderne Modelle erreichen je nach Akku und Fahrweise zwischen 15 und 25 Kilometer pro Ladung. Die Motoren sind in der Regel in den Hinterrädern oder in einer separaten Antriebseinheit verbaut. Viele Modelle lassen sich falten, was Transport und Aufbewahrung erheblich erleichtert.

Der Aktivrollstuhl ist in seiner Mechanik deutlich schlichter: Rahmen, Räder, Greifreifen und Bremsen. Gerade deshalb ist er leicht, oft nur 8 bis 15 Kilogramm schwer, und lässt sich schnell in ein Auto verladen. Er erfordert jedoch körperlichen Einsatz und ist auf langen Strecken oder bei Steigungen anspruchsvoller zu bedienen.

Was sind die Vor- und Nachteile eines Elektro-Rollstuhls?

Ein Elektro-Rollstuhl ermöglicht Mobilität ohne körperliche Anstrengung, was ihn besonders für Menschen mit eingeschränkter Kraft oder Ausdauer wertvoll macht. Dem stehen ein höheres Gewicht und die Abhängigkeit von einer Stromquelle gegenüber.

Vorteile

  • Keine körperliche Anstrengung beim Fahren
  • Hohe Reichweite und Selbstständigkeit im Alltag
  • Geeignet für längere Strecken und anspruchsvolleres Gelände
  • Faltbare Modelle sind reisefreundlich und gut transportierbar
  • Entlastet Schultern und Gelenke dauerhaft

Nachteile

  • Höheres Gewicht durch Motor und Akku
  • Regelmäßiges Aufladen notwendig
  • In der Regel teurer in der Anschaffung als ein Aktivrollstuhl
  • Wartungsaufwand durch Elektronik und Akku

Was sind die Vor- und Nachteile eines Aktivrollstuhls?

Ein Aktivrollstuhl überzeugt durch sein geringes Gewicht, seine Wendigkeit und die Unabhängigkeit von Strom. Wer jedoch nicht über ausreichende Armkraft verfügt oder längere Strecken zurücklegen möchte, stößt schnell an Grenzen.

Vorteile

  • Sehr leicht und kompakt, einfach zu transportieren
  • Keine Stromversorgung notwendig
  • Günstigere Anschaffungskosten
  • Fördert körperliche Aktivität und Oberkörperkraft
  • Geringer Wartungsaufwand

Nachteile

  • Erfordert ausreichende Arm- und Schulterkraft
  • Auf langen Strecken oder bei Steigungen anstrengend
  • Kann langfristig zu Schulter- und Gelenkproblemen führen
  • Nicht geeignet bei fortschreitenden Erkrankungen, die die Armkraft reduzieren

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für einen Elektro-Rollstuhl?

Ja, gesetzliche Krankenkassen in Deutschland können die Kosten für einen Elektro-Rollstuhl ganz oder teilweise übernehmen, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Voraussetzung ist ein ärztliches Rezept und eine Genehmigung durch die Krankenkasse, die prüft, ob der elektrische Rollstuhl im Einzelfall erforderlich ist.

Die Krankenkasse genehmigt einen Elektro-Rollstuhl in der Regel dann, wenn der Versicherte nicht in der Lage ist, einen manuellen Rollstuhl selbst zu bedienen, und wenn die Mobilität im Innenbereich oder Außenbereich durch einen elektrischen Antrieb wesentlich verbessert wird. Der Gutachter des Medizinischen Dienstes (MD) beurteilt dabei die individuelle Situation.

Für Aktivrollstühle gelten ähnliche Regelungen: Auch hier ist ein Rezept und die Genehmigung durch die Krankenkasse erforderlich. Die Kostenübernahme hängt vom medizinischen Bedarf und dem verordneten Modell ab. Es empfiehlt sich, frühzeitig das Gespräch mit der Krankenkasse zu suchen und alle erforderlichen Unterlagen vollständig einzureichen. Informationen zum Krankenkassenzuschuss beantragen helfen dabei, den Prozess strukturiert anzugehen.

Kann man mit einem Elektro-Rollstuhl reisen und fliegen?

Mit einem Elektro-Rollstuhl zu reisen und zu fliegen ist grundsätzlich möglich, hängt aber von Akkutyp, Modell und den Vorschriften der jeweiligen Fluggesellschaft ab. Lithium-Ionen-Akkus, die nach IATA-Richtlinien geprüft und zertifiziert sind, werden von vielen Airlines als Handgepäck oder im Frachtraum akzeptiert.

Wer mit dem Flugzeug reisen möchte, sollte folgende Punkte beachten:

  • Den Akku vor der Buchung auf IATA-Konformität prüfen
  • Die Fluggesellschaft frühzeitig über den Elektro-Rollstuhl informieren
  • Technische Daten und Zertifikate des Akkus bereithalten
  • Klären, ob der Rollstuhl faltbar und damit leichter zu transportieren ist

Faltbare Elektro-Rollstühle haben hier klare Vorteile gegenüber großen, schweren Modellen: Sie lassen sich in Kofferraum, Flugzeug oder Bahn einfacher mitnehmen. Auch bei Bahnreisen oder Kreuzfahrten ist ein kompaktes Modell deutlich praktischer. Ein kostenloser Probefahrt-Termin kann helfen, vorab zu prüfen, ob ein bestimmtes Modell den eigenen Reiseanforderungen entspricht.

Wie MovingStar bei der Wahl des richtigen Rollstuhls hilft

Wir bei MovingStar wissen, dass die Wahl zwischen einem Elektro-Rollstuhl und einem Aktivrollstuhl eine sehr persönliche Entscheidung ist, die den Alltag nachhaltig beeinflusst. Deshalb begleiten wir unsere Kunden von Anfang an.

  • Persönliche Beratung: Wir helfen dabei, den passenden Rollstuhltyp zu finden, abgestimmt auf individuelle körperliche Voraussetzungen und Alltagsanforderungen. Interessenten werden an das nächstgelegene autorisierte Sanitätshaus vermittelt, wo Fachpersonal eine persönliche Vorführung durchführt und das Gerät individuell anpasst.
  • Kostenlose Probefahrten: Wer unsere Modelle vor dem Kauf testen möchte, kann das unverbindlich und ohne Kaufverpflichtung im Sanitätshaus vor Ort tun.
  • Unterstützung bei der Krankenkasse: Wir begleiten Kunden durch den Antragsprozess für einen Krankenkassenzuschuss und helfen bei der Zusammenstellung der notwendigen Unterlagen.
  • Reisefreundliche Modelle: Unser Sortiment umfasst faltbare Elektro-Rollstühle mit IATA-geprüftem Akku, die für Reisen und Flüge geeignet sind.
  • Zertifizierte Qualität: Unser Managementsystem ist nach DIN EN ISO 9001:2015 und DIN EN ISO 13485:2016 zertifiziert, was für hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards steht.
  • Fachgerechte Auslieferung: Moving Star liefert ausschließlich über eine auf Gefahrgut spezialisierte Spedition an autorisierte Sanitätshäuser — nie direkt an Endkunden. Die Lieferzeit beträgt 1–5 Werktage. Jedes Gerät wird anschließend durch Fachpersonal im Sanitätshaus eingewiesen und individuell auf den Kunden abgestimmt.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf oder buchen Sie direkt eine kostenlose Probefahrt. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen die Mobilitätslösung zu finden, die wirklich zu Ihrem Leben passt.

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Wir sind für Sie von Mo-Fr von 8 Uhr bis 17:30 Uhr erreichbar.
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