Wenn der Elektro-Rollstuhl eine Fehlfunktion anzeigt, sollte man zunächst ruhig bleiben und systematisch vorgehen: Display-Fehlercodes ablesen, einfache Ursachen wie einen leeren Akku oder gelöste Verbindungen prüfen und bei Bedarf den Kundendienst kontaktieren. Die meisten Störungen lassen sich schnell eingrenzen, wenn man weiß, worauf man achten muss. Dieser Artikel beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Elektro-Rollstuhl-Fehlfunktionen, Fehlercodes und deren Behebung.
Welche Fehlfunktionen kommen bei Elektro-Rollstühlen am häufigsten vor?
Die häufigsten Elektro-Rollstuhl-Fehlfunktionen betreffen den Akku, die Steuerung, die Motoren und die Bremsen. Ein leerer oder defekter Akku ist die mit Abstand häufigste Ursache für Störungen. Danach folgen Probleme mit dem Joystick oder der Steuereinheit sowie Verbindungsfehler zwischen Komponenten.
Im Alltag begegnen Nutzern vor allem diese Elektro-Rollstuhl-Probleme:
- Akku entlädt sich schnell oder lädt nicht: Häufig durch Alterung der Batteriezellen oder einen defekten Ladeanschluss verursacht.
- Rollstuhl reagiert nicht auf den Joystick: Kann an einer losen Verbindung, einem verschmutzten Joystick oder einem Softwarefehler liegen.
- Ungleichmäßiger Antrieb: Wenn ein Motor schwächer zieht als der andere, kann das Gerät zu einer Seite abdriften, obwohl geradeaus gelenkt wird.
- Bremsen lösen sich nicht oder greifen zu stark: Oft ein Hinweis auf einen Sensor- oder Steuerungsfehler.
- Fehlermeldung auf dem Display: Zeigt in der Regel einen Fehlercode an, der auf die betroffene Komponente hinweist. In der Gebrauchsanleitung sollten diese Fehlercodes erklärt werden.
Viele dieser Elektro-Rollstuhl-Störungen haben einen harmlosen Auslöser und lassen sich ohne Fachkenntnisse beheben. Wichtig ist, die Fehlermeldung ernst zu nehmen und nicht einfach weiterzufahren, wenn das Gerät ungewöhnlich reagiert.
Was bedeuten die Fehlercodes auf dem Display?
Fehlercodes auf dem Display eines Elektro-Rollstuhls können durch Leuchtdioden dargestellt werden. Manchmal sind es auch numerische oder alphanumerische Kürzel. Aus den Fehlercodes geht hervor, welche Komponente eine Störung meldet. Jeder Hersteller verwendet ein eigenes Codesystem, weshalb das Handbuch des jeweiligen Modells die zuverlässigste Quelle für die genaue Bedeutung ist.
Typische Kategorien von Fehlermeldungen umfassen:
- Akku-Codes: Zeigen an, dass der Ladestand kritisch niedrig ist, die Batterie überhitzt oder ein Ladefehler vorliegt.
- Motor-Codes: Weisen auf einen Überstrom, eine Überhitzung oder einen Ausfall eines der Antriebsmotoren hin.
- Joystick-Codes: Melden eine Fehlerposition beim Start, was oft bedeutet, dass der Joystick beim Einschalten nicht in der Neutralstellung war.
- Kommunikationsfehler: Entstehen, wenn die Verbindung zwischen Steuermodul und anderen Komponenten unterbrochen ist.
Ein einfacher erster Schritt bei jeder Fehlermeldung: Gerät ausschalten, kurz warten und neu starten. Viele temporäre Fehler, etwa durch kurzzeitige Überlastung oder einen Wackelkontakt, verschwinden nach einem Neustart von selbst. Bleibt der Code bestehen, sollte man ihn notieren und im Handbuch nachschlagen, bevor weitere Schritte unternommen werden.
Welche Fehlfunktionen kann man selbst beheben?
Einfache Elektro-Rollstuhl-Fehler wie ein leerer Akku, ein ausgeschaltetes Gerät, nicht eingerastete Steckverbindungen oder ein Joystick in falscher Ausgangsposition lassen sich in der Regel selbst beheben. Für mechanische Defekte oder Fehler an der Elektronik ist hingegen Fachpersonal notwendig.
Diese Schritte kann man als Nutzer selbst durchführen:
- Akku prüfen und laden: Sicherstellen, dass der Akku vollständig geladen und korrekt eingesetzt ist. Ladekabel und Ladegerät auf sichtbare Schäden kontrollieren.
- Gerät neu starten: Ausschalten, einige Sekunden warten und wieder einschalten. Das behebt viele temporäre Steuerungsfehler.
- Steckverbindungen prüfen: Alle sichtbaren Kabelverbindungen auf festen Sitz kontrollieren, insbesondere am Akku und am Joystick.
- Joystick-Position beim Start: Darauf achten, dass der Joystick beim Einschalten in der Neutralposition ist, da viele Geräte sonst einen Fehler melden.
- Reifen und Räder kontrollieren: Blockierungen durch Fremdkörper, die ein Rad am Drehen hindern, lassen sich einfach entfernen.
Was man nicht selbst öffnen oder reparieren sollte: das Steuermodul, die Motoreinheit oder den Akku selbst. Eingriffe an diesen Komponenten können die Garantie erlöschen lassen gefährlich sein, da sie im schlimmsten Fall die Sicherheit des Geräts beeinträchtigen können.
Wann sollte man den Kundendienst kontaktieren?
Den Kundendienst sollte man kontaktieren, wenn ein Fehlercode nach dem Neustart weiterhin erscheint, das Gerät sich ungewöhnlich verhält, mechanische Schäden sichtbar sind oder man sich bei der Ursache einer Störung unsicher ist. Sicherheitsrelevante Probleme wie versagende Bremsen oder unkontrollierte Fahrbewegungen erfordern sofortigen Fachservice.
Für die MovingStar Modelle ist der erste Ansprechpartner bei Fehlfunktionen am Gerät Ihr Fachhändler vor Ort.
Konkrete Situationen, in denen der Kundendienst kontaktiert werden sollte:
- Der Akku hält trotz vollständiger Ladung deutlich weniger als gewohnt durch.
- Das Gerät fährt zu einer Seite, obwohl der Joystick gerade gestellt ist.
- Ein Fehlercode erscheint wiederholt, auch nach mehreren Neustarts.
- Es sind Schleifgeräusche, Knacken oder ungewöhnliche Vibrationen zu bemerken.
- Der Rollstuhl schaltet sich während der Fahrt selbst ab.
Für den Kontakt mit dem Kundendienst empfiehlt es sich, den Fehlercode, das genaue Modell und eine kurze Beschreibung des Problems bereitzuhalten. Das beschleunigt die Diagnose erheblich. Wer seinen Kundendienst kontaktieren möchte, findet auf der MovingStar Website alle nötigen Informationen.
Wie lassen sich Fehlfunktionen durch Pflege vorbeugen?
Regelmäßige Wartung und Pflege reduzieren das Risiko von Elektro-Rollstuhl-Störungen erheblich. Dazu gehören das korrekte Laden des Akkus, das Reinigen beweglicher Teile, das Prüfen von Verbindungen und das Einhalten der empfohlenen Wartungsintervalle laut Herstellerhandbuch.
Akku richtig pflegen
Den Akku nicht vollständig entladen und möglichst regelmäßig laden, auch wenn das Gerät länger nicht genutzt wird. Bei längerer Nichtbenutzung sollte der Akku idealerweise einmal im Monat vollständig aufgeladen werden. Es empfiehlt sich die Lagerung an einem kühlen, trockenen Ort. Der Akku sollte bei Plusgraden gelagert werden. Extreme Kälte und Hitze verkürzen die Lebensdauer der Batteriezellen spürbar.
Mechanische Teile und Elektronik pflegen
Räder und Antriebsachsen regelmäßig auf Fremdkörper wie Haare oder Fäden prüfen, die sich einwickeln und Motoren belasten können. Den Joystick und das Display mit einem leicht feuchten Tuch reinigen und dabei keine aggressiven Reinigungsmittel verwenden. Steckverbindungen gelegentlich auf Korrosion oder Verschmutzung prüfen. Wer das Gerät im Freien nutzt, sollte es nach Fahrten im Regen trocknen lassen, bevor es gelagert wird.
Eine jährliche Inspektion durch den Fachhandel gibt zusätzliche Sicherheit. Dabei werden Verschleißteile geprüft, Einstellungen kontrolliert und eventuelle Schwachstellen erkannt, bevor sie zu echten Problemen werden.
So unterstützt MovingStar bei Fehlfunktionen und Fragen
Wenn ein Elektro-Rollstuhl Probleme macht, sollte man nicht lange allein suchen müssen. Bei MovingStar begleiten wir unsere Kunden auch nach dem Kauf, damit die Mobilität im Alltag zuverlässig bleibt. MovingStar liefert ausschließlich über eine auf Gefahrgut spezialisierte Spedition an autorisierte Sanitätshäuser. Jedes Gerät wird dort vor Ort durch Fachpersonal eingewiesen und individuell angepasst. Kunden werden an das nächstgelegene Sanitätshaus vermittelt, wo eine persönliche Vorführung stattfindet. Konkret bieten wir:
- Persönliche Beratung: Unser Team hilft dabei, Fehlermeldungen einzuordnen und den nächsten sinnvollen Schritt zu finden.
- Fachhandel-Netzwerk: Über unser Fachhändler-Netzwerk finden Nutzer qualifizierte Ansprechpartner in ihrer Nähe für Wartung und Reparatur.
- Kostenlose Probefahrt: Vor dem Kauf sollte das Gerät zur Probe gefahren werden. So kann das Gerät gefunden werden, welches am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt. Im Sanitätshaus können Sie den Elektro-Rollstuhl vorab kostenlos testen.
- Unterstützung bei Krankenkassenzuschüssen: Wir helfen bei der Beantragung von Zuschüssen, damit die Finanzierung kein Hindernis darstellt.
- Zertifizierte Qualität: Unsere Produkte und Prozesse sind nach DIN EN ISO 13485:2021 zertifiziert, was hohe Sicherheits- und Qualitätsstandards garantiert.
Bei Fragen zu Fehlfunktionen, Wartung oder einem unserer Modelle stehen wir gern zur Verfügung. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf, wir helfen unkompliziert und schnell weiter.
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