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Wie gut ist ein Elektro-Rollstuhl im Aufzug manövrierbar?

18. Juli 2026
Geschrieben von:
Team MovingStar
Frau im modernen Elektrorollstuhl mit Joystick fährt selbstständig in einen geräumigen Aufzug mit offenen Türen.

Ein Elektro-Rollstuhl lässt sich im Aufzug gut manövrieren, wenn Kabine und Rollstuhl in den Maßen zueinander passen. Entscheidend ist vor allem die Breite des Rollstuhls im Verhältnis zur Aufzugstür und zur Kabinentiefe. Kompakte Modelle mit kleinem Wendekreis sind dabei klar im Vorteil. Die folgenden Fragen klären, worauf Sie konkret achten sollten.

Welche Maße braucht ein Aufzug für einen Elektro-Rollstuhl?

Ein Aufzug sollte für einen Elektro-Rollstuhl mindestens eine lichte Türbreite von 80 cm und eine Kabinentiefe von 120 cm haben. Empfohlen werden nach DIN 18040 für barrierefreies Bauen eine Türbreite von mindestens 90 cm und eine Kabinenfläche von 110 x 140 cm, damit ausreichend Bewegungsspielraum besteht.

In der Praxis variieren die Aufzugsmaße stark. Ältere Wohngebäude haben häufig sehr enge Kabinen mit Türbreiten von nur 70 bis 75 cm, was für viele Elektro-Rollstühle zu schmal ist. Neuere oder nachgerüstete Aufzüge in öffentlichen Gebäuden erfüllen die Barrierefreiheitsnormen häufig besser. Wenn Sie regelmäßig bestimmte Aufzüge nutzen, lohnt es sich, die Maße vorab zu messen und mit den technischen Daten Ihres Rollstuhls zu vergleichen.

Wichtig sind dabei drei Messwerte:

  • Türlichte Breite: der freie Durchgang bei geöffneter Aufzugstür
  • Kabinentiefe: der Abstand von der Tür bis zur Rückwand
  • Kabinenbreite: der seitliche Spielraum innerhalb der Kabine

Ihr Elektro-Rollstuhl sollte in der Breite mindestens 5 bis 10 cm schmaler als die Türöffnung sein, damit das Einfahren ohne Anecken möglich ist.

Wie eng kann ein Elektro-Rollstuhl im Aufzug wenden?

Der Wendekreis eines Elektro-Rollstuhls im Aufzug hängt vom Radstand und der Bauart des Antriebs ab. Viele Elektro-Rollstühle benötigen für eine vollständige Drehung einen Durchmesser von 150 cm oder mehr. Modelle mit Mittelradantrieb oder sehr kompakter Bauweise kommen teils mit deutlich weniger Platz aus.

Im Aufzug selbst ist eine vollständige Drehung oft nicht notwendig. Wer vorwärts einfährt, fährt rückwärts heraus. Das setzt voraus, dass sich der Rollstuhl auch rückwärts sicher steuern lässt, was bei modernen Elektro-Rollstühlen mit Joysticksteuerung in der Regel problemlos möglich ist. Trotzdem ist es hilfreich, wenn das Gerät eine hohe Wendigkeit mitbringt, um in der Kabine kleinere Korrekturen vornehmen zu können.

Entscheidend für die Wendigkeit im Aufzug sind:

  • Der Radstand (je kürzer, desto wendbarer)
  • Die Gesamtlänge des Rollstuhls inklusive Fußstützen
  • Die Qualität der Joysticksteuerung für präzise Korrekturen
  • Ob der Rollstuhl über einen Mittel- oder Hinterradantrieb verfügt

Was tun, wenn der Aufzug zu schmal für den Elektro-Rollstuhl ist?

Wenn ein Aufzug zu schmal für den Elektro-Rollstuhl ist, gibt es mehrere praktische Wege: Zunächst sollte geprüft werden, ob ein anderer Zugang oder ein breiterer Aufzug im Gebäude vorhanden ist. Außerdem lohnt es sich, beim Gebäudemanagement oder der Hausverwaltung nachzufragen, ob bauliche Anpassungen möglich sind.

Darüber hinaus kann die Wahl eines schmaleren Rollstuhlmodells die Situation dauerhaft lösen. Viele Elektro-Rollstühle sind in unterschiedlichen Sitzbreiten erhältlich. Ein Modell mit einer Gesamtbreite von unter 60 cm kommt in vielen Standardaufzügen durch, während breitere Ausführungen schnell an Grenzen stoßen.

Weitere praktische Maßnahmen:

  • Fußstützen klappen oder abnehmen, um die Länge zu reduzieren
  • Armlehnen auf Schwenkbarkeit prüfen, um die Breite beim Einfahren zu minimieren
  • Rückwärts einfahren, wenn die Tür auf der richtigen Seite liegt
  • Alternativrouten im Gebäude kennen (Rampe, Treppenlift)

Ist ein faltbarer Elektro-Rollstuhl leichter im Aufzug zu handhaben?

Ein faltbarer Elektro-Rollstuhl ist im Aufzug nicht zwingend leichter zu handhaben als ein starres Modell, solange er nicht gefaltet wird. Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass er bei Bedarf zusammengeklappt werden kann, um in sehr engen Kabinen als Gepäck mitgenommen zu werden, etwa wenn eine Begleitperson den Rollstuhl schiebt.

Im Alltag fahren die meisten Nutzer auch mit einem faltbaren Modell ungefaltet in den Aufzug. Hier zählen dieselben Maße wie bei jedem anderen Rollstuhl. Allerdings sind faltbare Elektro-Rollstühle konstruktionsbedingt oft kompakter und schmaler als starre Modelle mit fest verbauten Antriebskomponenten, was ihnen in engen Situationen zugute kommt.

Ein weiterer Vorteil: Wer ein faltbares Modell testen möchte, ob es in den eigenen Aufzug passt, kann das Gerät auch gefaltet kurz in die Kabine stellen und die Maße in der Realität prüfen, bevor eine Kaufentscheidung fällt.

Welche Elektro-Rollstühle sind besonders aufzugtauglich?

Aufzugtaugliche Elektro-Rollstühle zeichnen sich durch eine geringe Gesamtbreite von unter 60 cm, eine kurze Baulänge und eine präzise Steuerung aus. Modelle mit kompaktem Rahmen und schwenkbaren oder abnehmbaren Fußstützen sind in engen Kabinen deutlich einfacher zu handhaben.

Besonders geeignet sind Rollstühle, die folgende Eigenschaften kombinieren:

  • Schmale Bauweise: Gesamtbreite unter 60 cm für Standardtüren
  • Kurzer Radstand: für mehr Wendigkeit auf kleinem Raum
  • Faltbares Design: für Flexibilität in sehr engen Situationen
  • Präzise Joysticksteuerung: für millimetergenaue Korrekturen beim Einfahren
  • Abnehmbare oder schwenkbare Fußstützen: zur Längenreduzierung

Bei der Auswahl eines Rollstuhls für den regelmäßigen Aufzugseinsatz sollten Sie die Maße der Aufzüge, die Sie täglich nutzen, als Ausgangspunkt nehmen und das Modell danach auswählen, nicht umgekehrt.

Wie MovingStar bei der Wahl des richtigen Modells unterstützt

Wir bei MovingStar wissen, dass die Frage nach der Aufzugtauglichkeit keine Kleinigkeit ist. Für viele Menschen entscheidet sie darüber, ob ein Elektro-Rollstuhl im Alltag wirklich nutzbar ist. Deshalb bieten wir konkrete Unterstützung:

  • Kompakte Modelle mit geringer Breite: Unsere Elektro-Rollstühle sind auf schlanke Maße ausgelegt, die in vielen Standardaufzügen passen.
  • Faltbares Design: Der MovingStar AllinOne lässt sich klein zusammenfalten und wiegt nur 19,6 kg, was ihn auch in engen Situationen handlich macht.
  • Persönliche Vorführung im Sanitätshaus: Moving Star vermittelt Sie an das nächstgelegene autorisierte Sanitätshaus, wo Fachpersonal das Gerät individuell auf Sie abstimmt und Ihnen eine persönliche Vorführung bietet — so können Sie vorab prüfen, ob das Modell zu Ihrem Aufzug passt.
  • Persönliche Beratung: Unser Team hilft Ihnen, das passende Modell anhand Ihrer konkreten Situation zu finden.
  • Unterstützung bei der Krankenkasse Zuschuss beantragen: Wir begleiten Sie durch den Antragsprozess, damit die Finanzierung kein Hindernis ist.

Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie eine kostenlose Probefahrt. So finden Sie heraus, ob ein MovingStar-Modell in Ihren Aufzug passt, ganz ohne Risiko.

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Wir sind für Sie von Mo-Fr von 8 Uhr bis 17:30 Uhr erreichbar.
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