Einen Elektro-Rollstuhl sicher im Auto zu transportieren gelingt am besten, wenn er vorher zusammengefaltet und im Kofferraum verstaut wird. Faltbare Modelle lassen sich kompakt zusammenklappen und sind dadurch deutlich einfacher zu verladen als starre Rollstühle. Wie schwer die Geräte sind, welche Hilfsmittel das Verladen erleichtern und was beim Transport auf der Autobahn oder im Flugzeug gilt, beantwortet dieser Artikel.
Welche Transportmethoden gibt es für einen Elektro-Rollstuhl im Auto?
Für den Transport eines Elektro-Rollstuhls im Auto gibt es im Wesentlichen drei Methoden: Verstauen im Kofferraum nach dem Zusammenfalten, Transport auf einem Heckträger oder den Einsatz eines fahrzeugintegrierten Hebebühnen- oder Verladesystems. Welche Methode am besten passt, hängt vom Gewicht und der Faltbarkeit des Rollstuhls sowie von der Fahrzeuggröße ab.
Die häufigste und praktischste Lösung ist das Falten und Einladen in den Kofferraum. Moderne faltbare Elektro-Rollstühle lassen sich in wenigen Handgriffen zusammenklappen und passen dann in viele Mittelklasse- und Kompaktfahrzeuge. Wer keinen geräumigen Kofferraum hat oder körperlich nicht in der Lage ist, das Gerät anzuheben, kann auf einen Heckträger zurückgreifen, der am Fahrzeug montiert wird und den Rollstuhl von außen transportiert. Für Menschen, die dauerhaft auf den Rollstuhl angewiesen sind, bieten spezialisierte Fahrzeugumrüster auch integrierte Lösungen mit elektrischer Rampe oder Hebebühne an.
- Kofferraum: Ideal für leichte, faltbare Modelle bis etwa 25 kg
- Heckträger: Geeignet für schwerere Geräte oder kleine Kofferräume
- Hebebühne/Rampe: Für Nutzende, die den Rollstuhl nicht selbst verladen können
Wie schwer ist ein Elektro-Rollstuhl und passt er in den Kofferraum?
Ein Elektro-Rollstuhl wiegt je nach Modell zwischen etwa 15 kg und über 30 kg inklusive Akku. Leichte, faltbare Modelle bringen rund 19 bis 22 kg auf die Waage und passen zusammengefaltet in die meisten Kofferräume von Kombis, SUVs und größeren Schrägheckfahrzeugen. Kompakte Stadtautos können zu eng sein.
Das Gewicht ist beim Verladen die entscheidende Größe. Wer den Rollstuhl regelmäßig alleine einladen muss, sollte auf ein möglichst leichtes Modell achten. Die Maße im gefalteten Zustand sind ebenfalls wichtig: Ein gut konstruierter Faltrollstuhl reduziert sein Volumen erheblich, sodass er auch neben Gepäck Platz findet. Als Faustregel gilt: Ein Kofferraumvolumen von mindestens 300 bis 400 Litern erleichtert das Verstauen deutlich. Vor dem Kauf lohnt es sich, die gefalteten Abmessungen des Rollstuhls mit den Innenmaßen des eigenen Fahrzeugs zu vergleichen.
Wie sichert man einen Elektro-Rollstuhl richtig im Fahrzeug?
Ein Elektro-Rollstuhl muss im Fahrzeug gegen Verrutschen und Umkippen gesichert werden. Im Kofferraum geschieht das am zuverlässigsten mit Spanngurten, die an den Verzurrösen des Fahrzeugs befestigt werden. Liegt der Rollstuhl flach, reicht oft das Eigengewicht in Kombination mit Gepäcknetzen. Niemals darf ein ungesicherter Rollstuhl lose im Kofferraum transportiert werden.
Bei einem Auffahrunfall oder einer Vollbremsung kann ein ungesicherter Gegenstand im Kofferraum zur echten Gefahr werden. Spanngurte mit Ratschenmechanismus bieten die stärkste Fixierung und sind günstig im Handel erhältlich. Wer den Rollstuhl auf einem Heckträger transportiert, sollte zusätzlich Diebstahlsicherungen und Reflektoren anbringen. Grundsätzlich gilt: Der Rollstuhl darf die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigen und muss so verstaut sein, dass er bei einem Bremsmanöver nicht verrutscht.
Welche Hilfsmittel erleichtern das Verladen eines Elektro-Rollstuhls?
Das Verladen eines Elektro-Rollstuhls lässt sich mit verschiedenen Hilfsmitteln erheblich erleichtern. Besonders hilfreich sind elektrische Verladehilfen, Heckträger mit Absenkfunktion, Einstiegsrampen sowie Rutschmatten und Gleitschienen für den Kofferraum. Diese Hilfsmittel reduzieren den körperlichen Aufwand und schonen Rücken und Gelenke.
- Elektrische Verladehilfe: Hebt den Rollstuhl automatisch in den Kofferraum, ideal für Personen mit eingeschränkter Körperkraft
- Heckträger mit Absenkfunktion: Lässt sich auf Bodenhöhe absenken, sodass der Rollstuhl aufgeschoben statt angehoben werden muss
- Kofferraumrampe: Ermöglicht das Hineinrollen des gefalteten Rollstuhls ohne Heben
- Gleitschienen und Rutschmatten: Erleichtern das Einschieben und verhindern Kratzer am Fahrzeugboden
- Transfergurt: Unterstützt beim sicheren Umsetzen der Person vom Rollstuhl in den Fahrzeugsitz
Wer den Rollstuhl häufig alleine verladen muss, sollte beim kostenlosen Testen darauf achten, wie gut sich das jeweilige Modell im Alltag handhaben lässt.
Darf man mit einem Elektro-Rollstuhl im Kofferraum Autobahn fahren?
Ja, das Fahren auf der Autobahn mit einem Elektro-Rollstuhl im Kofferraum ist erlaubt, sofern das Gerät ordnungsgemäß gesichert ist. Es gelten dieselben Ladungssicherungsvorschriften wie für jede andere Fracht. Wer einen ungesicherten Rollstuhl transportiert und dabei einen Unfall verursacht oder andere gefährdet, riskiert ein Bußgeld und im Ernstfall strafrechtliche Konsequenzen.
Die StVO und die damit verbundene Ladungssicherungspflicht schreiben vor, dass Ladung so zu sichern ist, dass sie bei Bremsmanövern, Kurvenfahrten oder Kollisionen nicht verrutscht, umkippt oder aus dem Fahrzeug fällt. Auf der Autobahn sind die Kräfte bei einer Notbremsung besonders hoch. Spanngurte mit ausreichender Zurrkraft sind daher Pflicht. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich bei einem Fahrzeugausstatter über zugelassene Befestigungssysteme informieren.
Kann man einen Elektro-Rollstuhl auch im Flugzeug mitnehmen?
Einen Elektro-Rollstuhl im Flugzeug mitzunehmen ist grundsätzlich möglich, erfordert aber eine vorherige Anmeldung bei der Fluggesellschaft und einen Akku, der die IATA-Vorschriften für den Lufttransport erfüllt. Nicht jeder Akku ist flugtauglich. Lithium-Ionen-Akkus müssen bestimmte Wattstundengrenzen einhalten und gegebenenfalls separat verpackt werden.
Wer mit dem Elektro-Rollstuhl reisen möchte, sollte folgende Schritte beachten:
- Fluggesellschaft mindestens 48 Stunden vor dem Flug über den Rollstuhl informieren
- Technische Daten des Akkus bereithalten (Wattstunden, Akkutyp)
- Prüfen, ob der Akku eine IATA-Zertifizierung besitzt
- Rollstuhl am Flughafen als Sondergepäck aufgeben oder bis zur Gangway mitnehmen
- Rollstuhl vor der Reise auf Beschädigungen kontrollieren und ggf. fotografisch dokumentieren
Für barrierefreies Reisen ist die IATA-Zertifizierung des Akkus ein entscheidendes Auswahlkriterium beim Kauf. Sie stellt sicher, dass der Rollstuhl problemlos in die Kabine oder den Frachtraum darf, ohne dass der Akku entfernt werden muss.
So unterstützt MovingStar beim Transport und auf Reisen
Wir bei MovingStar haben unsere Elektro-Rollstühle von Grund auf so konzipiert, dass sie den Alltag und das Reisen so unkompliziert wie möglich machen. Dabei haben wir speziell auf die Anforderungen beim Transport im Auto und im Flugzeug geachtet:
- Geringes Gewicht: Unser MovingStar AllinOne wiegt nur 19,6 kg inklusive Akku und lässt sich in wenigen Handgriffen zusammenfalten
- Kompaktes Faltmaß: Das kleine Packmaß passt in die meisten Kofferräume und erleichtert das Verstauen erheblich
- IATA-geprüfter Akku: Der Akku des AllinOne erfüllt die internationalen Luftfahrtvorschriften, sodass er im Flugzeug mitgenommen werden darf
- 3-in-1-Funktion: Als Elektro-Rollstuhl, Rollator und Schiebehilfe in einem ist der AllinOne besonders vielseitig einsetzbar
- Persönliche Vorführung im Sanitätshaus: Moving Star vermittelt Interessenten an das nächstgelegene autorisierte Sanitätshaus, wo das Gerät durch Fachpersonal vorgeführt, individuell angepasst und eingewiesen wird
- Unterstützung bei der Krankenkasse: Wir helfen aktiv bei der Beantragung von Krankenkassenzuschüssen, damit die Finanzierung so unkompliziert wie möglich wird
Wer einen wendigen, leichten und reisetauglichen Elektro-Rollstuhl sucht, ist bei uns richtig. Jetzt unverbindlich Kontakt aufnehmen und sich persönlich im nächstgelegenen Sanitätshaus beraten und das Modell vor Ort erleben lassen.



